bergiges 600er Brevet

                                  

 

 

 

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Vier Drei Sonnenuntergänge bis Paris . . . . .

 

Ja, der Titel der Webseite ist irgendwie gelaut von DEM PBP Film des NDR, der mich vollends angefixed hat. Der Film ist auch eine Homage an Claus Czycholl dem Begründer des ARA, der auch wieder gestartet ist. Ich habe den Film x-mal angeschaut, in sehnsüchtigen wie in bangen Zeiten, er half immer!

der Bericht eines Rookies:

 

Ankunft bis START | ALLEZ | RETOUR | Nachschlag | Erfahrungen

 

 

Freitag

 

          

 

Die Fahrt, unspektakulär unterhaltsam, was kann mensch schöneres über eine 900km lange Überführungsetappe von Göttingen nach Paris sagen . . . .

Nach der Ankunft auf dem Campingplatz am Freitagabend erfüllte sich unsere erste Hoffnung, kein Regen, bis das Zelt steht! Denn es war eine Menge Regen bis zum Start angekündigt. Der Ausblick am Samstag- morgen ließ keine Freude aufkommen, es regnete ordentlich, so dass auch die Radkontrolle und das Abholen der Unterlagen keine echte Freude machten - aber total aufregend waren.

Die Erkundung der Stadt fiel auch aus, unbefestigte, nasse Wege und rutschiges Kopfsteinpflaster luden dazu nicht ein.

     

Schnell etwas gegessen und wieder los zum ARA Treffen. Im Trockenen viele Bekannte getroffen und Geschichten ausgetauscht. Sehr aufregend als Rookie, aber in fast allen Gesichtern war auch so etwas wie Anspannung zu lesen.

 

Danach war wieder Wetter Tristess angesagt und der Tag endete schnell im klammen Zelt.

 

 

 

Sonntag

Auch der Sonntag begann mit Regen, kein Gedanke ans Packen. Doch die Wetter-App Prophezeiungen erfüllten sich schnell, es hörte auf zu Regnen, der Himmel klarte auf und die Sonne wärmte langsam. Sofort starteten die berühmten letzten Handgriffe für die, die in den ersten Startgruppen waren. Unter Glückwünschen wurde sie verabschiedet.

Dann mussten auch wir packen. So blieb nicht ewig Zeit zum Nachdenken: ok, doll regnen wird es nicht, dann bleibt die fette Regenjacke hier, . . . .  Gut, dass die meisten Entscheidungen bereits zu Hause mit der Packliste getroffen wurden. Dann mussten auch wir los - unser gebuchtes Essen wartete. So blieb erneut wenig Zeit zum Grübeln: "Hab ich etwas vergessen?" Gedanken, die sich im von allen Seiten genährten und immer dichter werdenden Prozessionszug der Starter*innen verloren.

 

 

 

 

 

 

 

Es war brechend voll in der Bergerie und ich zum ersten Mal alleine bei PBP, weil wir verschiedene Startzeiten hatten. Nach dem Essen hieß es durchmogeln, um nicht zu spät zum Startblock zu kommen. Bis heute weiß ich nicht, wie ich den Weg gefunden habe, die Bergerie ist weitläufig . . .


Startaufstellung - von zwei Seiten werden die Startgruppen bestehend aus den Menschen aus über 60 Nationen herangeführt. Eine Kandierin testet ihren Blutzucker, fünf junge Südamerikaner lümmeln noch vor ihrem Wohnwagen herum, sie sind erst später dran. Dann werfen Kontrolleure einen letzten Blick auf das Rad, den Startstempel auf die Karte gedrückt und los geht´s über typisch schlechte, sandige, letzte Meter der Bergerie bis zum schmiedeeisernen Tor, das uns auf den Asphalt Richtung Brest entlässt - endlich!

Irgendwie bin ich nicht (mehr) aufgeregt?!

 

ALLEZ