Siebte Tour   Übersicht Gardasee        

Die Königsetappe

 

Torbole - Nago - Passo S. Giovanni -Loppio - Ronzo-Chienis - Passo Bordala

- Lenzima - Nomesino - Valle S. Felice - Loppio - Torbole

Steigung: >> 1200 ; Gesamtlänge: ca. 80km

insgesamt 30km Steigung

 

Das, war der Plan der Königsetappe!

 

Das es bei dem Plan blieb, verdanke ich der Zahl 18, die ich an dem Tag einmal zu oft lesen musste!

Doch bleiben wir chronologisch. Der Beginn der Tour ist mäßig, denn entweder man fährt auf der viel- und schnell-befahrenen Straße nach Loppio, oder man nutzt in weiten Teilen den Radweg ab Nago, der einen Rennradfahrer auch nicht gerade aus dem Sattel wirft. Verlässt man die Landesstraße 240 in Loppio, so empfängt einen eine wunderbare Straße mit angenehmer Steigung und einem neuen Blick. Ronzo-Chienis in knapp 1000mNN ist schnell erreicht. Von hier kann man einen kurzen Abstecher zum Passo S. Barbara machen, oder eben ins Sarca-Tal fahren.

Mit seichter Steigung geht es zum Passo Bordala, 1200mNN,  mit gleichnamiger Hütte. Die Cappochino-Rast ein Muss. Danach kommt eine Traumabfahrt, weit geschwungene Kurven durch wunderbare Landschaft lassen viel Speed zu und stressen die Hände nicht so!

Weil meine Karte zu Ende war, ich aber schon mal mit dem Wagen dort war, wusste ich, dass bei einer Gabelung nicht der Weg zum Lago di Cei gefahren werden muss sondern an dieser Kreuzung rechts nach???. Was die nicht vorhandene Karte nicht zeigte, der Rückweg im unteren Teil schneidet die Errosionsrinnen der Flüsse, soll heißen, hier ging es rauf und runter zu jeder der folgenden Städte. Die erneute maximale Höhe lag bei ca. 1000mNN, wie tief ich runter musste, weiß ich nicht mehr, aber . . .

. . . als ich in Lenzima wieder eine nicht enden wollende Steigung mit 18% nehmen musste, da war es um mich geschehen. Und das, nachdem wie aus dem Nichts nach einer Kurve mitten im Dorf eine sau steile Wand aufragte, so das ich mit Mühe noch runterschalten konnte. Nach dieser Begegnung der besonderen Art hat mich die erneute 18% Steigung nach dem Dorf mit ihren vielen Kehren erneut bis auf ca. 1000Hm geschafft. Völlig platt war ich, als mildtätig lächelnde Motorradfahrer aus Holland an mir vorbei fuhren; ich konnte ihr Lächeln sehen, denn zu zweit konnten auch sie diese Steigung samt Kurven nicht hoch rasen.

Zum Glück ging es zurück fast nur noch bergab, denn meine Beine waren nur noch Müll.

Andersherum von Felice aus gibt wohl eher Sinn, denn die Steigungen bis zum Passo Bordala sind moderater (16%) und nicht so lang andauernd. Wie sagt der Kletterer, man muss ja auch noch einen Sack hängen haben, damit man wiederkommt. Ich bestimmt!

Ich bin sie 2005 gefahren und sie verdient ihren Namen, denn dies ist ein herrliches Stück Berg! Allerdings bin ich sie anders als geplant gegen den Uhrzeigersinn gefahren.

Loppio, S. Felice, Lenzima, Nogaredo, Castellano, P. Bordala, Ronzo, S. Felice, Loppio

Das macht in der Summe ca. 30km Steigung verteilt auf zwei kurze ca. 2km lange Anstiege (nach Nago und nach Nogaredo) und zwei lange (11km nach S. Felice, 14 km zum P. Bordala). Anders herum gefahren hätte ich die ca. 3km lange mit 18% und Doppel-Kehren ausgestattete Abfahrt nach Lenzima herauf fahren müssen?!? Meinen Respekt an die, die das schaffen, ich nicht, drittes Blatt dabei oder nicht!

2006 ist ein Teil der Tour in den kleinen Ötztaler mit eingebaut worden.


Radroute 348647 - powered by Bikemap 

Übersicht Gardasee Nord