Brevets 2025

 200 | 300 | 400 | Bimbach 400 / 600 | LEL

 

Es wäre gelogen zu sagen, dass die Planung der diesjährigen Serie nicht beeinflusst von der Möglichkeit war, bei LEL 2025 einen Platz zu bekommen und erst recht, als er dann da war ....

 

Bimbach 400

Zur Vorbereitung auf LEL war die 400er Strecke an zwei Tagen geplant. Im Laufe des Samstags ahnten wir schon, das wird morgen nicht gemütlich. Wobei Strecken, Ort und Orga wieder traumhaft waren, wie jedes Jahr seit 2008!!!

 

 

Und es kam kurz nach dem Start knüppeldick - für Stunden! Irgendwann wurden wir wieder trocken, bis zum nächsten Schauer, dann Wind und Dreck und ich hatte keine Lust mehr auf die 18 % Abfahrt von der Ebersburg und die letzte Zusatzschleife. Wir waren nicht alleine, ankommen reichte für das give away zum bestandenen 400km Ritt. Selbst im Ziel war wieder nicht alles top, Rennwurst gabs im Zelt -Premiere!



 

600er zur Wasserkuppe

Das 600er Brevet der LW-Bergland Randonneure – ein krönender Abschluss der ersten Serie! Morgens um 7 eine gute Startzeit für den Ritt von Hannover zur Wasserkuppe und zurück zwischen den Bundesländern Niedersachsen, Thüringen und Hessen. Zumal bei den angekündigten Temperaturen über 30 Grad, gefühlt den ersten in diesem Jahr. Eine ausgesucht schöne Strecke auf fast immer einsamen und guten Wegen mit wenig Verkehr, ausgestattet mit gut 6000 HM, da werden Anstiege mindestens billigend in Kauf genommen ;)

  

Das Warmfahren im Flachen endete mit der Hildesheimer Börde am nördlichen Rand des Leineberglandes. Ab da formierte sich eine gute 6-köpfige Reisegruppe gegen den deutlichen Wind, der genau von vorne kam – den ganzen Tag, bis zum Obereichsfeld bei Heiligenstadt bei km 150.

 

Über den Dün und dann entlang des Hainich und an den westlichen Ausläufern des Thüringer Waldes ging es gemeinsam weiter gen Süden, hinein in die Thüringische Rhön bis Berka (km 220), wo es richtig heiß war, diese Quelle unten im Bild war bitternötig! Bei der Kontrolle hab ich mich mit nem Stuhl in den Eingangsbereich eines Supermarkts gesetzt, weil es draußen keinen Schatten gab! Ein Kollege lag abseits im Schatten eines Werbeplakates . . . . mehr muss man nicht wissen.

 

Irgendwo in der Hessischen Rhön war für zwei Weitere eine Zwangspause fällig, so dass wir als Quartett über die für uns sacksteile Nordanfahrt über Dietges in der Abenddämmerung an der Wasserkuppe ankamen, um schließlich im Dunklen vor 0 Uhr Fulda zu erreichen.

 

Mit leicht dröhnendem Kopf habe ich mich für die vorgebuchte Übernachtung entschieden, nur so wusste ich, werde ich morgen Spaß haben. Alleine für 300 km, aber es gibt ja Rückenwind – dachte ich da noch. Geduscht, gefüttert, geschlafen (3h) neueingekleidet ging es im Morgengrauen weiter, das eigentlich nur Liebliches zu bieten hatte. Wäre da nicht der deutliche Gegenwind gewesen, denn der Wind hatte in der Zwischenzeit genau um 180 Grad gedreht! Ab hier mehr auf den Aufliegern gefahren als in jeder anderen Position und es fühlte sich schnell an, entlastete den Hintern und die Hände nachhaltig und keine Verspannungen im Körper – wow – ein echter Gewinn!!!!

   

Durch Waldhessen ging es östlich entlang der Ausläufer von Vogelsberg und Knüll, am in den Wolken liegenden Hohen (Steilen) Meißner vorbei bis an den nördlichen Rand des Werra Meißner Kreises, der mit der Kontrolle in Hann. Münden am Ende des Werratals schon verlassen war. Durch Rasen war die Kontrolle vor dem Regenguss erreicht und danach ging es trocken weiter -perfektes Timing! Zurück in meiner Home-Zone war klar, was jetzt kommt, die TDE-Rennstrecke rückwärts: 300 HM auf knapp 7 km aber mit zwei längeren Steilstücken mit 10-12 % durchgängig – nach 450 km. Aber es war der letzte lange Anstieg!

 

Durch das Leineweserbergland östlich vorbei an Ausläufern von Solling, Ith und Deister und der Marienburg in Sichtweite zurück nach Hannover an den südlichen Rand der Norddeutschen Tiefebene. Dabei blieben die Wege ausgesucht einsam und wunderschön. Was sich auf den Bildern nicht bannen lässt.

 

 

 

 

Toller Empfang im Ziel, alkfreies Bier, von süß bis salzig, was man(n) so braucht nach der Runde - DANKE! Zuhause gesehen, dass das Not-Snickers sogar in der Arschrakete geschmolzen ist. Es war wohl ganz schön heiß!